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Frühes Rauchen kostet mehr als 20 Lebensjahre

 
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Icefeld_26
Gast





BeitragVerfasst am: Do März 24, 2011 08:07     Titel: Frühes Rauchen kostet mehr als 20 Lebensjahre Antworten mit Zitat

Frühes Rauchen kostet mehr als 20 Lebensjahre

Neuen Daten zufolge ist der Konsum von Zigaretten unter deutschen Jugendlichen stärker verbreitet
als in vielen anderen Ländern: Mehr als zehn Zigaretten täglich sind keine Ausnahme. Doch wer bereits
im Alter von 14 Jahren mit dem Rauchen beginnt, verkürzt seine Lebenserwartung viel drastischer als
bisher angenommen.


Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt und seine Frau Loki rauchen seit Jahrzehnten wie die Schlote
und sind damit alt geworden. Glück gehabt! Andere hätten die Myriaden von Zigaretten längst ins Grab
gebracht. „Bislang galt, dass Raucher im Durchschnitt eine um zehn Jahre geringere Lebenserwartung haben.
Aber wie wir jetzt wissen, gilt das nur für Raucher, die erst im Erwachsenenalter begonnen haben“,
sagt Stefan Andreas, der Chefarzt an der Lungenfachklinik Immenhausen bei Kassel.

Wer bereits im Alter von 14 oder 15 Jahren mit dem Rauchen anfängt, verkürzt seine Lebenserwartung
aber möglicherweise sogar um mehr als 20 Jahre. Dennoch rauchen in Deutschland selbst Kinder im
Alter von zehn Jahren, sagt Andreas. Je früher begonnen wird, umso stärker nikotinabhängig
werden die Betroffenen, da sich das Gehirn noch in der Entwicklung befindet.

„Wer als Jugendlicher oder sogar als Kind schon regelmäßig raucht, entwickelt eine besonders stark
ausgeprägte Nikotinsucht. Bei manchen fräst sich die Sucht quasi so tief in das Gehirn, dass sie diese ihr
Leben lang nicht mehr aus dem Kopf bekommen“, warnt der Leitende Oberarzt an der Universitäts-
klinik für Psychiatrie Düsseldorf, Georg Winterer. Ein Rauchstopp sei dann mit starkem Willen allein oft
nicht zu schaffen, Medikamente und Verhaltenstherapien könnten aber helfen.

Immerhin sind die Glimmstängel bei Jugendlichen in Deutschland auf dem Rückzug. Im Zeitraum von 2001
bis 2007 ging die Raucherquote in der Gruppe der Zwölf- bis 17-Jährigen von 28 Prozent auf 18 Prozent
zurück, so eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und der Weltgesundheitsorganisation.

Auch elf- bis 15-jährige Gewohnheitsraucher werden einsichtiger. Während im Jahr 2002 noch
15 Prozent von ihnen regelmäßig zur Zigarette griffen, taten das 2006 „nur“ noch neun Prozent. Der
„Kinder- und Jugendgesundheits-Survey“ des Robert-Koch-Instituts Berlin kommt zu etwas höheren Zahlen.
Danach rauchen 20,5 Prozent der elf- bis 17-jährigen Jungen und 20,3 Prozent der gleichaltrigen
Mädchen regelmäßig und steigern sich bis auf über 40 Prozent bei den 17-Jährigen. Zehn oder
mehr Zigaretten täglich sind keine Ausnahme. Das Einstiegsalter liegt bei durchschnittlich 14,2 Jahren,
die Spitze von 80 Prozent wird bei den 15-Jährigen erreicht, und das hauptsächlich an Haupt- und
Realschulen, weniger an Gymnasien.

Nach den Daten der Europäischen Schülerstudie zu Alkohol und anderen Drogen ist der Zigarettenkonsum
unter deutschen Jugendlichen stärker verbreitet als in den meisten der 35 Vergleichsländer. Ähnlich hohe
Quoten finden sich in Finnland, Österreich, Tschechien und der Ukraine. Deutlich seltener ist der jugendliche
Qualmkonsum in Schweden, Dänemark, Norwegen, Großbritannien, Irland, Israel und den USA.

Das frühe Rauchen erhöht nicht nur die Risiken für Herz-Kreislauf- und Krebsleiden, Nikotin schädigt auch
das Gehirn, so Psychiater Georg Winterer. Stresstoleranz und Denkleistungsfähigkeit werden
bei chronischem Nikotinkonsum immer schlechter, das Risiko für Depressionen steige. „Raucher
werden mit jeder gerauchten Zigarette immer stressanfälliger und weniger belastbar“, sagt Winterer.
Fatalerweise seien die Raucher immer stärker auf Nikotin angewiesen, um das Leben zu meistern.

So früh wie möglich, spätestens aber mit 35 Jahren sollten Raucher ihre Nikotinsucht bekämpft haben,
rät der Direktor der Abteilung Pneumologie an der Medizinischen Hochschule Hannover, Tobias Welte.
Je früher mit dem Rauchen begonnen wird und je mehr Zigaretten geraucht werden, umso eher
entwickeln sich Entzündungen in der Lunge. Die bereiten anfangs kaum Beschwerden und können über
viele Jahre „dahinschwelen“. Irgendwann sind sie aber unumkehrbar, und es entwickelt sich eine chronische
Erkrankung mit Atemnot, Husten und Auswurf, aber auch erhöhter Infektanfälligkeit, Depressionen
und Folgen für andere Organe. So drohen begleitend etwa Muskelabbau und Osteoporose.

Die „AHA-Symptomatik“ – Atemnot, Husten Auswurf – muss man ernst nehmen und vom Lungenfacharzt
abklären lassen, rät Welte. Denn chronische Lungenleiden zählen zu jenen, die am häufigsten zum Tode führen.
Dennoch wisse die Hälfte der Patienten nichts von ihrer Krankheit.

Mehr Informationen zum Rauchen im Netz:
www.lungenaerzte-im-netz.de

Quelle www.welt.de
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Lucky Wombat
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Anmeldedatum: 29.08.2010
Beiträge: 371

BeitragVerfasst am: Sa Apr 02, 2011 07:53     Titel: Mist... Antworten mit Zitat

Ups, das ja keine guten Nachrichten! popsmilies_eusa_think

Dann sollte ich mich mal langsam daran machen und meinen Nachlass schnellstmöglich regeln! popsmilies_bigsmile popsmilies_bigsmile popsmilies_bigsmile

Bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 77 Jahren bei Männern werden daraus also nur 57 für mich! Also fange ich jetzt wieder mit dem Rauchen an und plane schnellstmöglich meine Weltreise, die ich vor dem Ende noch machen wollte! popsmilies_bigsmile popsmilies_bigsmile popsmilies_bigsmile
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Es grüßt Lucky Wombat
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Verfasst am: Sa Apr 02, 2011 07:53     Titel: Ähnliche Themen

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