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Urteil: Raucher muss Mietwohnung nach 40 Jahren räumen.
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Zauberschnecke
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BeitragVerfasst am: Do Jun 26, 2014 19:30     Titel: Urteil: Raucher muss Mietwohnung nach 40 Jahren räumen. Antworten mit Zitat

Urteil: Raucher muss Düsseldorfer Mietwohnung nach 40 Jahren räumen

Im Streit um Zigarettenrauch in einem Düsseldorfer Mietshaus
muss ein rauchender Rentner nach 40 Jahren seine Wohnung räumen.
Das hat das Landgericht am Donnerstag entschieden und die
Berufung des 75-Jährigen zurückgewiesen.

Den ganzen Bericht könnt ihr hier lesen:


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NMR seit 08.08.2008
Rauchen was ist denn schon Rauchen !?!

" Querdenker passen nicht durch genormte Türen"

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cheffe
Cheffe Admina


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BeitragVerfasst am: Do Jun 26, 2014 19:49     Titel: Antworten mit Zitat

ich meine ich bin ja auch mal Raucher gewesen..und mein Gott der mann hat dort 40 Jahre lang gelebt..sorry Leute aber das finde ich doch sehr arg diskrimierend ...ich weiss nicht ob man da nicht eine andere Lösung hätte finden können,,aber ganz ehrlich ein ausgrenzen ist nicht richtig..aber das ist nur meine Meinung.

Ich würde das Urteil anfechten

_________________
und fröhlich grüsst eure cheffe

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silram
Moderator


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BeitragVerfasst am: Do Jun 26, 2014 20:01     Titel: Antworten mit Zitat

So sehe ich das aber auch. 40 Jahre hat er da geraucht und auf einmal darf er das nicht mehr. Unverschämt
_________________


nie wieder einen einzigen Zug
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nani
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BeitragVerfasst am: Fr Jun 27, 2014 06:32     Titel: Antworten mit Zitat

ich finde das urteil unmöglich und diskriminierend. daher gleube ich nicht das es vor dem bundesgerichtshof standhält da es aus meiner sicht auch gegen die verfassung verstößt

"Artikel 3

[Gleichheit vor dem Gesetz; Gleichberechtigung von Männern und Frauen; Diskriminierungsverbote]


(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich."

(Zitat aus dem Grundgesetz)

in meinen augen kann das urteil so nicht standhalten, denn was ist wenn jemand eine eigentumswohnung hat?

muß er dann verkaufen, oder wird er enteignet?

schon diese möglichkeit wiederspricht das urteil.

sicher können dem mieter auflagen erteilt werden die er zu befolgen hat wie z.b. regelmäßig lüften, renovieren usw.

aber ausziehen geht garnicht!!!

lg uwe
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cheffe
Cheffe Admina


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BeitragVerfasst am: Fr Jun 27, 2014 06:41     Titel: Antworten mit Zitat

eben nani genauso sehe ich das auch oder fangen wir nun wieder an Menschen zu verfolgen die angeblich nicht ins Alltagsbild passen oder anders sind ?

Auflagen ja, das ist auch ok..aber einen Rauswurf nach 40 Jahren das geht zu weit..und nein das hat auch nichts mit 40 jahre zu tun..es kann nicht sein das ein Raucher gekündigt werden kann nur weil er raucht.

_________________
und fröhlich grüsst eure cheffe

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Verfasst am: Fr Jun 27, 2014 06:41     Titel: Ähnliche Themen

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10-Jahre-Clean
Reinschauer


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BeitragVerfasst am: Sa Nov 01, 2014 22:41     Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe mich extra registriert, um hier einmal für das Urteil zu sprechen: ich finde es richtig!

Bevor jetzt alle entsetzt sind und wütende Antworten schreiben, möchte ich auch gerne erklären, warum ich das Urteil gut finde.

Ich wohne im 1. Stock eines Wohnkomplexes mit 8 Wohnungen. Im Erdgeschoss wohnt eine Kettenraucherin, deren Wohnzimmer genau unter unserem Schlafzimmer ist. Außerdem befindet sich in der Ecke auch noch unser Balkon und das Wohnzimmerfenster.

Ihr Gestank ist regelmäßig in unserer Wohnung, fast rund um die Uhr.

Ihre Reaktion auf meine Beschwerde fand ich unverschämt: "Dann machen sie doch das Fenster zu!" in einem möglichst patzigem Tonfall.

Die Sache ist für mich frustrierend; zwar kann man den Nachbarn verbieten zu grillen, aber den Zigarettengestank muss man ertragen! -Für mich ist das eindeutig eine rechtliche Schieflage.
Das Urteil ist für mich ein guter Anfang. Ich finde es Klasse, dass es dann doch nicht immer für Raucher selbstverständlich ist, alle anderen ungestraft einstinken zu können.
Der Rauchende Nachbar war bestimmt schon sehr lange negativ aufgefallen, und es ist furchtbar, das erdulden zu müssen. Da ist es dann auch nicht mehr so wichtig, dass derjenige schon so alt ist und so lange in der Wohnung gewohnt hat.
Als Vermieter würde ich nicht an Raucher vermieten, da es sehr lange dauert, bis der Gestank endlich aus der Wohnung komplett weg ist. Da nutzt auch ein einfaches streichen der Wände nicht viel. Es dauert Monate, bis der Gestank weg ist -auch das kann ich aus eigener Erfahrung berichten. Für mich wäre das auch ein Kündigungsgrund. Und ein rauchender Nachbar unter meiner Immobilie wäre für mich als Vermieter ein Ärgernis, da er den Wert meiner Immobilie herabsenkt.
Bleibt noch der Gestank im Treppenhaus: widerlich! Inakzeptabel.

Die Einstellung gegenüber Rauchern hat sich in der Gesellschaft verändert. Es ist bewiesen, dass es ungesund ist, der Gestank muss nicht mehr immer akzeptiert werden. Ich denke, es ist wichtig, dass Raucher merken, dass sie nichtrauchende Menschen in ihrer Umgebung belästigen. Und irgendwann ist das Maß überschritten, und das gilt auch für Rentner.
Ich gebe noch einen Gedanken zu bedenken: es gibt ein Menschenrecht auf Wohnen und auf körperliche Unversehrtheit. Wenn ich jemandem Stoffe zumute, die in der Schadstoffklasse von Asbest einzuordnen sind und ihm damit die Wohnqualität herabsenke, dann ist es nur rechtens, wenn man dafür bestraft wird. Alter, Geschlecht etc. sind da sekundär.

Ihr seht, mich nerven Raucher nur noch. Und ich schäme mich dafür, dass ich das auch mal getan habe.
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Zauberschnecke
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Beiträge: 7883

BeitragVerfasst am: So Nov 02, 2014 11:07     Titel: Antworten mit Zitat

Moin Moin 10- Jahre - Clean!

Du bist ja schon schonungslos ehrlich, Respekt!

Ich bin leider auch total genervt, weil unser Schlafzimmer über dem Wohnzimmer / Balkon der Nachbarn liegt und alle halbe Stunde geht die Tür auf und es wird gequalmt! Es nervt wenn "gefühlt" die ganze Nacht die Tür auf und zu gemacht wird und der "wohlbekannte" Geruch von unten zu uns ins Schlafzimmer weht!
Aber wo sollen die Raucher hin? Mein Männe raucht leider auch und verschwindet dann auf den Balkon,der ja bei uns auf der anderen Seite ist und unsere Nachbarn über uns auch rauchen und die sich dadurch nicht belästigt fühlen.
Hätte niemals für möglich gehalten, das ich diesen Rauch als so unangenehm empfinden würde.

Aber bei geschlossenen Fenster mag ich auch nicht schlafen!
Ich muss es nun so hinnehmen oder in ein freistehendes Einfamilienhaus umziehen! lol popsmilies_bigsmile Was leider nicht ganz so günstig wäre.
Also sollte man tolerant sein und Kündigung ist wirklich etwas zu krass, meine ich.

Wir "ehemaligen" Raucher wären doch auch auf die Barrikaden gegangen, hätte uns jemand "damals" vertreiben wollen, oder? popsmilies_bigsmile


Ich wünsche Dir noch weiterhin einen zauberhaften Sonntag.

Liebe Grüße von der Zauberschnecke zauber
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NMR seit 08.08.2008
Rauchen was ist denn schon Rauchen !?!

" Querdenker passen nicht durch genormte Türen"

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10-Jahre-Clean
Reinschauer


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Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: So Nov 02, 2014 21:40     Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Zauberschnecke,
schön, dass so schnell jemand antwortet.

Ich habe noch geraucht, da war ich in Frankreich in einem Restaurant. Da durfte schon viel früher nicht mehr geraucht werden. Ohne das jetzt irgendwie in meiner Erinnerung zurechtbiegen zu wollen, kann ich sagen: das war auch damals schon ok für mich. Ich fand es sogar gut.
Ich sollte vielleicht auch erwähnen, dass ich schon recht früh in meiner Raucherinnenkarriere kapiert habe, dass das Rauchen nicht wirklich so gut ist. Eine Erkenntnis, die mir letztendlich beim Entzug garantiert geholfen hat.
Was ich sagen will ist, dass das Bewußtsein, etwas zu tun, das nicht universell tolerierbar ist, schon da sein sollte oder wenigstens provoziert werden sollte. Wir sind m.E. in einer Zeit, in der ein Umdenken stattfindet. Und da müssen sich jetzt die Raucher drauf einstellen. Das Gerichtsurteil zeigt dies sehr deutlich.
Eine Umfrage zeigt übrigens, dass es sehr viele Menschen gibt, die sich durch Zigarettenrauch durch Nachbarn gestört fühlen. Auf die Frage, warum sich die Leute über ihre Nachbarn ärgern, wird das Problem mit dem Zigarettengestank an zweiter Stelle genannt. Auch bin ich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis auf erstaunlich viel Verständnis gestoßen.
Eine andere Statistik besagt allerdings auch, dass sich nur einer von zehn Leuten beschweren, die sich durch den Qualm gestört fühlen. Das ist sehr, sehr schade, denn für den Nichtraucherschutz wäre es besser, wenn die Raucher dann kontra bekommen würden, wenn sie es sich verdient haben.
Ich habe 1 bis 1.5 Jahre gebraucht um zu merken, dass der Qualm extrem eklig ist. In meiner ersten Zeit als Nichtraucher habe ich ihn noch als angenehm empfunden. Das änderte sich erst, als ich diesem lästigen Drang nach einer Zigarette nicht mehr regelmäßig widerstehen mußte. Ab da ist mir immer mehr aufgefallen, wie viel die Nichtraucher tatsächlich ertragen müssen. (Da habe ich dann auch angefangen, mich zu schämen.) Beispiel: ist dir schon mal aufgefallen, dass du jedesmal durch eine Wolke laufen mußt, wenn du ein Krankenhaus betreten willst? Es wäre so schön, wenn man die Raucher mehr sensibilisieren würde. Könnten sie sich nicht etwas abseits stellen?
Es ist so vieles selbstverständlich, was ich als nicht-mehr-Raucher immer weniger nachvollziehen kann. So selbstverständlich es ist, dass man seine Stereoanlage bei geöffneten Fenstern nicht bis zum Anschlag aufdreht, so selbstverständlich sollte man die Nachbarn auch nicht mit Zigarettenrauch beglücken.
Dummerweise haben wir es mir Süchtigen zu tun, die sich z.T. bis zum Anschlag die Taschen volllügen, nur, um sich die Sucht schön zu reden. Ohne entsprechendem Druck geht da nichts.
Mal ehrlich: wenn wir sagen würden, dass Raucher nur dann rauchen dürfen, wenn sie vorher sicherstellen, dass sie niemanden belästigen, wäre das so schlimm? Wenn man sich das genau überlegt, wäre das eine win-win-Situation...
Um auf meine Situation zurückzukommen. Bei uns kommt erschwerend hinzu, dass zwei Kleinkinder mit in unserem Zimmer schlafen. Die liegen dann auch im Rauch. Das weiß unsere Nachbarin. Juckt es sie? -Nein! Und das ist besonders ärgerlich! Da denkt man schon mal etwas öfter daran, dass das Passivrauchen auch gesundheitsschädlich ist.
Wegziehen werden wir bei der nächstbesten Gelegenheit. Aber ist das gerecht? Ich finde es gerechter, wenn die Verursacher eines Übels abgestraft und dazu verdonnert werden, dafür zu sorgen, dass das Übel abgestellt wird. Auch wenn es dazu führt, dass ein 75jähriger sich eine neue Unterkunft suchen muß.
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Luise
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Beiträge: 405

BeitragVerfasst am: Mo Nov 03, 2014 01:07     Titel: Antworten mit Zitat

Ein bißchen mehr Toleranz macht das Leben gleich viel leichter....und unbeschwerter...für alle.
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10-Jahre-Clean
Reinschauer


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Anmeldedatum: 01.11.2014
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: So Nov 09, 2014 10:16     Titel: Antworten mit Zitat

Toleranz ist gut und wichtig an den richtigen Stellen. Bei Rauchern ist Toleranz mittlerweile eher fehl am Platze.
Denn Rauchen ist eine Sucht und kein Freizeitvergnügen! Es ist weder notwendig oder nützlich noch gut. Das sollte man nicht vergessen.

Schönen Sonntag noch.
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Forenking






Verfasst am: So Nov 09, 2014 10:16     Titel: Ähnliche Themen

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